Im vergangenen Jahr gingen dem Egelsbacher Verein rund 100 Jungtiere verloren.
Die Saison 2010 war für die Egelsbacher Reisetaubenzüchter eine traurige Zeit. Seltsamerweise kehrten viele Jungtauben nicht zurück. Bis heute ist ihr Schicksal ungeklärt.
Sina (von links), Lilly und Rebecca duften alle mal die Taube von Reinhold Rochofski streicheln.
«Kommt her, meine lieben kleine Täubchen», sagte Reinhold Rochofski lockend. Die Kinder scharrten sich um ihn. Alle durften mal eine schöne Taube in seiner Hand streicheln. «Oh, ist die aber zart!» oder «Die ist aber lieb und hat so tolle Federn», lautete die Reaktion der Kinder.
Vordere Plätze erzielt
Der erfolgreiche Reisetaubenzüchter hatte seine schönsten Tauben im Bürgerhaus Egelsbach ausgestellt. Und eine seiner Reisetauben hat einen der vordersten Plätze bei der Schau der Reisentaubenverein «Gut Flug» Egelsbach erreicht.
Ganz genau begutachtete Wertungsrichter Horst Höf aus Obertshausen jede der 56 Tauben und vergab dann die Bewertungen nach dem Vorgaben des Bundesverbandes. Am Ende hatte Gerhard Eggert nicht nur die schönste Taube, sondern gleich auch das beste Tier der Schau. Den besten männlichen Taubenvogel stellte Renate Heuss.
Doch nicht immer gab es Grund zur Freude bei den Egelsbacher Reistaubenzüchter. «Ja, manchmal möchte man lieber kein Brieftaubenzüchter sein», sagte Manfred Stanik, Vorsitzender des Reisetaubenzuchtverein «Gut Egelsbach» und verwies auf das vergangenen Reisejahr.
Gleich beim ersten Flug der Jungtauben gingen nämlich ungewöhnlich viele Tauben verloren – sie kehrten nicht in die heimischen Schläge zurück. «Wenn jemand 60 Tauben losschickt und es kommen nur 15 zurück, dann ist das ein Schock», betonte Stanik. «Bis heute ist das Verschwinden der meisten Tauben nicht geklärt und das ist traurig», betont Stanik.
Gegen Fliegerstaffel?
Nach bisherigen Informationen gingen die meisten Tauben des ersten Fluges im Raum Ramstein verloren. «Wir vermuten, dass sie vielleicht in eine Fliegerstaffel der Amerikaner geraten sind», so Stanik. Insgesamt gingen von den aufgelassen 1500 Tauben des ersten Fluges im vergangenen Jahr rund 100 verloren – niemand weiß bis heute, wo sie geblieben sind.
Quelle: FNP







